Maibaum

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Bevor der Maibaum aufgestellt werden kann, muss das Kräutich für die Ranke und Kränze im Wald gesammelt werden. Anschließend wird die Maibaumranke von den meist weiblichen Mitglieder gewickelt, um dem Baum einen ordentlichen Schmuck zu geben. Die männlichen Mitglieder, kümmern sich in der Zwischenzeit um den Baum und das zu buddelnde Loch.
Am späten Abend des 30sten April oder am frühen Morgen des 1. Mai wird der Baum mit fast per Hand in das vorher geschaufelte Loch gehievt. Hierbei beteiligt sich nicht nur die Jugend, auch andere Dorfbewohner eilen zur Hilfe. Mit zwei Stützen, einer Walze, zwei Luxemburgern und vereinter Manneskraft gelingt es dann meist in einigen Stunden den über 20 Meter hohen Baum in die Senkrechte zu verlagern. So steht der Baum dann meist eine Woche, bis am darauf folgenden Wochenende das traditionelle Maibaumwerfen stattfindet.
Erst seit 1984 gehen die Mädchen wieder in der traditionellen sorbischen Tracht zum Maibaumtanz. Um ca. 14 Uhr treffen sich alle Jugendlichen vor dem JC und proben vielleicht noch ein letztes Mal den einen oder anderen Tanz mit der Kappelle. Danach ziehen sie mit der Musikkappelle ins Dorf hinaus. Immer mehr Besucher und Dorfbewohner schließen sich der Menge an. Angelangt am Sportplatzgelände, tanzen die Paare vor dem Werfen noch zwei, drei Tänze. Danach platzieren die Jungen ihre Partnerinnen an der sicheren Seite und kippen den Baum.
Gleich nach dem Fall stürmen die Jungen zur Spitze des Baumes, um eines der fünf Tücher zu ergattern. Jeder Junge der ein Tuch erhascht bekommt nun mit seiner Partnerin eine Extrarunde auf der Bühne. Schließlich tanzen alle noch gemeinsam einige Tänze und es folgt der Abmarsch. Maibaumkönig ist der Junge, der sich das Tuch vom größten Kranz sichern kann. Die "Königspaare" geben anschließend allen Paaren Bier, Wein und Schnaps aus. Der Abend klingt somit gemütlich aus.